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Der Blog von Sven Blum - online und trotzdem noch "under construction"

Podcasts – Spring 2017 Edition

So, dann haue ich mal den ersten Konsum raus:

 

Echo der Zeit (SRF)

  • Täglich, ca. 45 Minuten (30 am Wochenende)
  • Immer die aktuellen Nachrichten (ca. 10 Minuten) plus Hintergrundinformationen (ca. 5 Beiträge) in Politik, Gesellschaft, Wissenschaft
  • Höre ich seit ca. 20 Jahren regelmässig – die letzten 10 Jahre täglich (manchmalbis 2-3 Tage im Rückstand je nach Umfeld
  • Ist für mich neben der NZZ eine der glaubwürdigsten Quellen
  • Bei Zeitmangel lassen sich die letzten 2-3 Beiträge manchmal skippen – zum Beispiel wenn Frau Seralidu mal wieder erzählt, was die lustigen Namen vom aktuellen Dorf jetzt grad über ihre Welt denken. Oder beim einem Quoten-Wallis-Beitrag.

 

Digital Podcast (SRF)

  • Wöchentlich, ca. 30 Minuten
  • Guido und sein Team fassen ihre wöchentlichen Beiträge im digitalen Bereich zusammen
  • Höre ich seit ca. 4 Jahren regelmässig
  • Ist im enhanced Podcast-Format (Danke). So lässt sich ganz bequem zum Beispiel der häufig inkompetente (technisch jedenfalls) Reto skippen.

 

Bits und so

  • Wöchentlich, ca. 3 Stunden am Stück
  • 4 deutsche Apple-Fans in meinem Alter die ausschweifend plaudern und erklären warum Apple es auch diese Woche wieder mal NICHT richtig hingekriegt hat. Und wie einfach man doch diesen Konzern mit all seinen Produkten managen könnte.
  • Ist eine meiner Entdeckungen vom letzten Jahr – ich glaub ich hör’s ungefähr seit dem Tesla-Unfall vom Unikollegen
  • Manchmal sprechen sie einem aus dem Herzen und manchmal labern sie mich einfach herrlich in den Schlaf. (Natürlich „spule“ ich dann zurück und hör’s nochmals an – oder schlafe nochmals dazu ein…)
  • Im Eilverfahren kann man auch einfach nur die Picks aus den Shownotes anschauen – aber das ist eigentlich schade! Also so 3 Stündchen sollte man sich wirklich pro Woche irgendwo (beim Schlaf?) abschneiden können, oder?

 

c’t uplink

  • Wöchentlich, ca. 45 Minuten
  • In abwechselnder Runde plaudern 3 Redakteure vom c’t Magazin über ihre aktuellen Beiträge im Heft
  • Höre ich seit knapp 2 Jahren mehr oder weniger (mehr) regelmässig
  • Kommt humorvoll daher, meist spannend, häufig gehen die Infos über den Artikel hinaus oder aber machen Lust ihn zu lesen – der Jan-Keno Janssen sollte sich endlich mal eine AppleWatch und ein iPhone kaufen und er wäre endlich seine Probleme los. Aber das ist nur am Rand erwähnt.

 

Stay Forever

  • Ungefähr monatlich, ca. 1 Stunde
  • Die (in Würde gealterten) Herren Lott und Schmidt stellen Computerspiele (jeweils eines) von früher vor
  • Höre ich seit knapp 2 Jahren – spiele aber Folgen mit Spielen die mir nicht sagen nur an.
  • Super recherchiert, wunderbar vorgetragen, herrliche Streitgespräche, schöne Sprache – gut für die Seele und wenn man halt in der Zeit schon gespielt hat, dann ist es einfach schön ab- und an wieder in diese Erinnerungen einzutauchen.
  • Beste Folge imho (das heisst nebenbei erwähnt „meiner bescheidenen Meinung nach“) ist Bubbelebobbele – falls jemand diese Kaugummidrachen kennt oder zumindest den Ohrwurm – da könnt ihr starten – la-la-la-ritata-daritata…

 

Breitband (Deutschlandradio Kultur)

  • Wöchentlich, 1 Stunde
  • „Medien und digitale Kultur“ steht drauf – und genau das ist auch drin
  • Höre ich seit ca. einem halben Jahr – sehr sehr gerne!
  • Schöne Sätze, schön gesprochen und dabei noch mit Inhalt gefüllt. Politik, Medien, Alles was ein informierter Bürger wissen sollte. Wenn ich den Podcast höre, dann sehe ich förmlich wie alle Gegenden in meinem Hirn zu leuchten beginnen. Und dann ist er einfach auch mit Musik und das tut einfach auch immer wieder wunderbar gut. Die Welt wäre viel viel besser, wenn jedermann / jedefrau diesen Podcast hören würde und verstehen könnte.

 

Zum hören nutze ich übrigens Instacast– ein funktionaler Player ohne Schnickschnack. Ohne Werbung. Kostenlos. Stabil.

iOS App Store – Stand Anfangs 2017

Ein kurz Analyse des App Stores. Der Zwecke: Festhalten des Status mit seinen Möglichkeiten und seinen Fehler. Einerseits zur Information und andererseits als Grundlage für die jährlich geplante Followups. Was wurde verbessert, verändert, wo gibt’s allenfalls Rückschritte?

Der App Store ist für alle iPhone Besitzer und auch für die Softwarehersteller die einzige (ja, es gibt Ausnahmen – siehe weiter unten im Text) Schnittstelle um das iPhone mit Apps auszurüsten. Und Apps bringen diesen Taschencomputer mit Kommuikationsfunktion zum Leben. Gerade hat Apple die Zahlen zum 2016 veröffentlicht. 20 Milliarden US Dollar Umsatz hat der App Store weltweit im lezten Jahr gemacht. Ein beeindruckende Zahl. Propos Zahlen. Das Gehalt der Kader war letztes Jahr ca. 23 Millionen US Dollar (pro Kader) – aber darum soll’s jetzt nicht gehen.

Ersichtliches

Was erkennt der durchschnittliche Nutzer? Wie findet er seine Apps? Behauptung: Er wählt aus dem aus, was ihm Apple vorausgewählt hat. Er sieht nämlich einfach die folgenden 5 Kategorien zur Auswahl:

Screenshot vom CH App Store 09.01.2016

Highlits
  • Empfehlungen von Apple, thematisch gruppiert
  • Kategorie mit „essentials“
  • Eine Gratis-App pro Woche
Kategorien
  • Bildung, Bücher, Dienstprogramme, Essen & Trinken, Finanzen, Foto & Video, Gesundheit & Fitness, Kataloge, Kinder, Lifestyle, Medizin, Musik, Nachrichten, Navigation, Produktivität, Nachschlagewerke, Reisen, Shopping, Soziale Netze, Spiele, Sport, Unterhaltung, Zeitungen & Zeitschriften, Wirtschaft, Wetter, „in der Nähe“
  • Alle Kategorien haben Jeweils kleinen Unterkategorien mit Empfehlungen von Apple
  • Bei der Kategorie Spiele gibt’s jeweils noch Unterkategorien (Abenteuer, Action, Bildung, Brettspiele…. usw)
TopCharts
  • Jeweils die Top 150 in 3 Kategorien:
  • Gekauft, Gratis, Umsatzstärkste
Suche
  • Begriff eingeben oder aus Vorschlägen auswählen und dann „suchen“
  • Spannend auch, dass Apps erscheinen, die den Suchbegriff weder im Titel noch in der Beschreibung enthalten
Updates
  • Neben den aktuellen Updates ist hier auch der Weg zu den gekauften Apps und den gekauften Apps der Familienmitglieder

Nicht (sofort) Ersichtliches & Fehlendes

Im 2016 hat Apple die Möglichkeit von Werbeplacements eröffnet. Im CH-App Store ist dies allerdings noch nicht angekommen. Aber wo ist zum Beispiel die Kategorie „What’s new“ in welcher alle neuen Apps chronologisch abrufbar sind. Was ist mit den Apps, die es nicht in die Top 150 der jeweiligen Kategorie geschafft haben? Die muss man wohl „suchen“… Wie funktioniert überhaupt die Suche? Wie wäre es mit der Möglichkeit die Suche einzugrenzen z.B. nur nach „gratis“ Apps oder 2 Suchebegriffe nicht nur mit AND sondern mit NOT zu verknüpfen. Oder vielleicht die Suchresultate zu sortieren? Nach Datum zum Beispiel.

Das Problem vom Testen

Früher war gekauft, gekauft. Heute kann man eine App zurückgeben. Auf „Versehentlich gekauft“ klicken und gut ist’s. Aber, die App läuft weiterhin – also wer hier nicht fair spielt… Ideal ist das also nicht. Wie sonst? Zwei Apps anbieten. Eine Gratis, eine zum Kauf. Dann muss man sie 2x runterladen und und 2x bewerten und 2x die Daten managen… Auch irgendwie unschön aber vielleicht die beste Lösunge bisher. Die dritte Möglichkeit ist die, dass die App zwar „gratis“ ist, die Vollversion aber mit In-App-Purchase freigeschaltet werden kann. Zum Beispiel das Supermario Run Spiel. Aber gerade Nintendo war ja immer so familienfreundlich und gerade diese In-App-Purchases pflanzen sich nicht auf die Familienmitglieder fort. Also kostet das Spiel dann halt dann doch 50.- anstatt 10.-. Auch nicht ideal – auch nicht, weil der Kaufartikel jetzt in der Free-Kategorie mitspielt.

Das Problem der Sicherheit

Apple ist teuer! Egal, weil mit Apple kriege ich etwas, das ich sonst nirgends kriege: Sicherheit! Aber stimmt das? War da nicht vor kurzem erst dieser Fall, in welchem sich Apple die Serverkosten in China sparte und das Xcode zum runterladen kleinere Ewigkeiten brauchte und dann diese nette Firma mit klassischer Trojanertaktik Xcode auf ihrem Server zur Verfügung stellte. Xcode inkl. einem kleinen Stückchen Code, einem kleinen Geist, welches die unwissentlichen Programmierer in alle Apps einbauten. Autsch! Wo war da die Kontrolle von Apple? Aber egal, das Ökosystem ist riesig und es gibt bestimmt Entwickler, die diese Lücke füllen und Kontroll-Apps schreiben. Oder doch nicht? Gab es das kleine Tool, welches kontrollieren konnte ob das iPhone evtl. unwissentlich (zum Beispiel vom Chef oder von Partner) gejailbreakt wurde nur für ganz kurze Zeit im Netz? Aha…

Was gibt’s neben dem App Store noch?

Es gibt aktuell noch 2-3 Möglichkeiten Apps am App Store vorbei auf das iPhone zu laden.

  1. Die App selbst schreiben. Dies ist gratis. Jedermann kann mit Xcode selbst für sein Device Programme schreiben, aufladen und zeitlich begrenzt benutzen.
  2. Selbst eine App schreiben, die aber eigentlich nur eine andere App startet. Dieses sogeannte siedloading wurde allerdings von Apple mittlerweilen eingeschränkt. Mehr als eine Woche läuft eine solche App nicht. Aber für das Wochenende Gameboy-Emaulator & Co. reicht es immer noch aus…
  3. Jailbreak. Wer in der „richtigen“ Version seines iOS ist kann sein Gerät jailbreaken und hat Zugriff auf Cydia und einen neuen grossen Store mit fantastischen Erweiterungen, die Apple so nicht im Angebot hat. Schwarzer Modus, neue Toggles & Settings oder getweakte Apps & Games. Aber! Wer gejealbreakt ist oder sein iOS oder sein Handy auf einer jailbreakbaren Version belässt, der läuft auch in das Risiko, dass seine Daten im Falle eines Geräteverlusts nicht nur weg sondern weg und in der public cloud sind.
  4. Unternehmenszertifikate. Hier gibt’s ein paar findige Entwickler, welche die Möglichkeit von Unternehmenssoftware (Software für das iPhone, die nicht im App Store erhältlich und spezifisch auf das jeweilige Unternehmen ist) ausnützen und über diesen „Trick“ meist mit abgelaufenen Zertifikaten die Installation von Apps ermöglichen. Meist muss man dazu das Datum seines Gerätes zur Installation und Anwendung des Apps zurückstellen.

Persönlich habe ich seit dem „w-LAN- teethering“ und dem „Night Shif Mode“ keinen Grund mehr für einen Jealbreak. Ich bewerte mein Sicherheitsbedürfnis höher. Auch bin ich ein ehrlicher Mensch und kaufe mir die Apps die ich haben will und wenn ich online-game, dann habe ich gelernt auch mal zu verlieren – also brauche ich auch keine getweakten Games. Und die Varianten mit den Zertifikaten und/oder dem Sideloading sind mir sehr suspekt, da dort überhaupt keine Kontrolle der App durch Apple mehr geschieht. Es müsste zwar theoretisch noch in seinem Sandkasten laufen. Und trotzdem…

PS: Heute vor 10 Jahren wurde das iPhone vorgestellt. Wenn Steve schon all dies gewusst hätte…

PPS: Der App-Store war im 2G noch nicht enthalten – aber seht selbst:

hello world

Auch wenn (design)technisch noch nicht alles steht… Irgendwann muss man sich überwinden die Webseiten wieder online zu schalten. Und welches Datum passt besser als dasjenige, an welchem die Vorsätze noch frisch, ja lebendig sind. Und so kommt dieses „hello world“ auch ein bisschen als „hello again“ und „hello under construction“ daher. Aber under construction sind wir alle ja, so hoffe ich zumindest!

Rickenbach TG, Neujahrsmorgen (auf dem Weg zur Tankstelle…)

Ich freue mich auf dieser Adresse wieder kritische Gedanke zu teilen, Fragen zu stellen und vielleicht auch die eine oder andere Antwort zu finden.

 

Frohes neues Jahr!
Sven Blum

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